"Das ist das Ende – für mich der Anfang eines neuen Lebens."
So hat Dietrich Bonhoeffer es am Tag seines Todes gesagt. Er
drückte damit etwas aus, was für den christlichen Glauben zentral ist: Dieses
Leben hier auf der Erde ist nur ein Teil der Wirklichkeit. Auf jeden, der in
seinem Leben auf Gott vertraut hat, wartet jenseits des Todes ein neues Leben
bei Gott. Wer an Gott glaubt, sieht im Tod nicht einfach ein Ende, sondern auch
einen Anfang neuen Lebens, eine Tür zu Gott.
Aber natürlich ist es auch ein Ende. Der Sterbende muss sich
von Menschen und Dingen trennen, die ihm vertraut sind. Die Familien und
Freunde verlieren einen Menschen, der ihnen wichtig ist.
Das Sterben kann unterschiedlich erlebt werden, sowohl vom
Sterbenden als auch von der Familie: Manche Menschen sehnen den Tod herbei - weil
sie Schmerzen haben oder stark pflegebedürftig sind und keinen Sinn mehr in
ihrem Leben sehen. Andere sind eigentlich noch nicht bereit, sie müssen sich
erst mit dem Gedanken an das Sterben vertraut machen. Angst und Wut und manch
andere Gefühle können den Sterbenden beschäftigen.
Mancher Mensch stirbt plötzlich, und das Erschrecken ist
groß in der Familie. Andere sterben nach einer längeren Zeit zunehmender
Schwäche, in der sie selbst und die Familie sich auf den Tod vorbereiten
konnten.
Pastor Tim Voß,
Hansühn.
|