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Eingestellt am: 09.05.2012

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Zeit des Sterbens

"Das ist das Ende – für mich der Anfang eines neuen Lebens."

So hat Dietrich Bonhoeffer es am Tag seines Todes gesagt. Er drückte damit etwas aus, was für den christlichen Glauben zentral ist: Dieses Leben hier auf der Erde ist nur ein Teil der Wirklichkeit. Auf jeden, der in seinem Leben auf Gott vertraut hat, wartet jenseits des Todes ein neues Leben bei Gott. Wer an Gott glaubt, sieht im Tod nicht einfach ein Ende, sondern auch einen Anfang neuen Lebens, eine Tür zu Gott.

Aber natürlich ist es auch ein Ende. Der Sterbende muss sich von Menschen und Dingen trennen, die ihm vertraut sind. Die Familien und Freunde verlieren einen Menschen, der ihnen wichtig ist.

Das Sterben kann unterschiedlich erlebt werden, sowohl vom Sterbenden als auch von der Familie: Manche Menschen sehnen den Tod herbei - weil sie Schmerzen haben oder stark pflegebedürftig sind und keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. Andere sind eigentlich noch nicht bereit, sie müssen sich erst mit dem Gedanken an das Sterben vertraut machen. Angst und Wut und manch andere Gefühle können den Sterbenden beschäftigen.

Mancher Mensch stirbt plötzlich, und das Erschrecken ist groß in der Familie. Andere sterben nach einer längeren Zeit zunehmender Schwäche, in der sie selbst und die Familie sich auf den Tod vorbereiten konnten.

Pastor Tim Voß, Hansühn.