Dresdner Tagebuch – 5. Juni 2011
Ganz hinten, ganz weit weg... – und doch nah dran![]() Dresden (dekt|std|rr). "Ganz hinten, ganz weit weg... - Aber im Schatten und direkt an einem Abendmahlstisch." - Mit dieser vielsagenden Beschreibung lokalisiert Jugenddiakon Roman Röpstorff in seiner e-mail per Funktelefon den Standort der Ostholsteiner auf den Elbwiesen im Zentrum der Stadt bei strahlendem Sonnenschein inmitten von 120.000 Teilnehmern am Abschlussgottesdienst des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden. Raum für geistliche Erfahrung und politischen Austausch Ganz hinten, am Rand, in einem Meer von Menschen - und doch intensiv mit dabei und zugleich ganz nah dran an dem, was Leben ermöglichen und erhalten kann, - eine Erfahrung, die so oder ähnlich offenbar viele in Dresden machen konnten, Christen wie Nichtchristen, auf einem Kirchentag mit Raum sowohl für persönliche spirituelle Erfahrung als auch für den Austausch über gesellschaftliche und persönliche Folgerungen aus protestantischer Glaubenshaltung und -praxis. Als hochpolitisch und zugleich sehr spirituell haben die Veranstalter den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden eingeschätzt, so die Abschlussmeldung auf www.kirchentag.de . Das Christentreffen sei von gelebter Demokratie und einer neuen Mitmachkultur geprägt gewesen, so Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt am Samstag vor Journalisten in der sächsischen Landeshauptstadt. Christlich verankerte "Mutbürgerinnen und Mutbürger" hätten in den zurückliegenden drei Tagen ihren Willen zur Mitgestaltung von Politik und Gesellschaft zum Ausdruck gebracht. Neue Ideen, geistliche Angebote und Handlungsalternativen Fast 120.000 Dauerteilnehmer waren zum Kirchentag nach "Elbflorenz" gekommen. Das Protestantentreffen sei laut Göring-Eckardt ein "unvergleichlicher Umschlagplatz für neue Ideen, geistliche Angebote und Handlungsalternativen" gewesen, ein Kirchentag "offener, nachdenklicher Debatten und klarer Stellungnahmen" zur Energiewende, zur Friedensethik und anderen aktuellen Fragen. Zugleich habe es beim Kirchentag viele "dichte spirituelle Momente" gegeben, fügte sie hinzu. "Zaungäste" und "Skeptiker" haben mitgefeiert Mit hoher Aufmerksamkeit seien die Kirchentagsteilnehmer den zahlreichen Bibelarbeiten gefolgt. Zugleich sei es in Dresden gelungen, "Zaungäste" und "Skeptiker" zum mitfeiern einzuladen. Der Kirchentag habe die Stadt verwandelt und viele begeistert. Er habe gezeigt, dass die Kirchentagsbewegung "lebendig wie nie" sei. Viele haben Kirche auf eine völlig andere Weise erlebt, als sie für möglich gehalten hätten Der Kirchentag sei eine Mischung aus Leichtigkeit und fröhlicher Suche nach tiefgründigen Antworten gewesen, bilanzierte der Bischof der gastgebenden sächsischen Landeskirche, Jochen Bohl. Er habe die Christenmenschen und Gemeinden gestärkt und anderen eine Ahnung davon gegeben, was ein Leben mit Gott sei. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten Kirche auf eine völlig andere Weise erlebt, als sie für möglich gehalten hätten. |
"Kirchentag – das ist…"![]() Fröhliche Stimmung im Reisebus auf der Rückfahrt: Voller Eindrücke und beschwingt traten die Ostholsteiner nach dem Abschlussgottesdienst auf den Elbwiesen die Rückreise aus Dresden an - natürlich nicht ohne das offizielle Kirchentagstuch, das sie begeistert schwenkten, als Roman Röpstorff, Jugenddiakon aus der Kirchenregion Ahrensbök-Curau-Gnissau, sein "smartes" und multifunktionales Funktelefon zückte, um die Kirchentagsreisenden abzulichten und das Foto sogleich über den Mobilfunk-Äther nach Ostholstein an die Online-Redaktion von www.kirchenkreis-ostholstein.de zu senden. Dank an die Handy-Reporter Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Roman Röpstorff und Max Bauche sowie Volker Prahl für Organisation und Realisierung der Online-Reportagen von den Erlebnissen der Ostholsteiner beim Kirchentag in Dresden! Rückschau: "Kirchentag - das ist..." Am vorletzten Tag hatte Max Bauche noch Stimmen der ostholsteinischen Jugendlichen vom Kirchentag für eine erste Rückschau auf die Tage in Elbflorenz gesendet: Max, 21: "Kirchentag ist für mich: gute Laune erleben!" - Benjamin, 21: "Ich finde den Kirchentag toll, weil man bei Aktionen und Konzerten viele nette Leute kennenlernen kann!" - Inken, 20: "Kirchentag kann man nicht beschreiben, man muss dabeigewesen sein!" - Julian, 16: "Kirchentag ist die perfekte Verbindung von Glauben und Spaß!" - Torge, 15: "Kirchentag ist cool, weil man Spaß hat, auch mit fremden Leuten!" - Jan-Niklas, 19: "Für mich ist der Kirchentag ein Muss für alle Leute die gerne Spaß haben an lebendigem Glauben!" - Beeke, 18: "Kirchentag: fünf Tage eine andere Welt!" Nele, 16: "Kirchentag bedeutet für mich Spaß und schöne Erlebnisse!" - Catarina, 17: "Kirchentag ist für mich eine tolles Gemeinschaftserlebnis!" - Siska, 16: "Kirchentag ist für mich: gute Stimmung mit tollen Leuten!" - Jenny, 16: "Kirchentag ist für mich Gemeinschaft und Leben!" - Bernd, alter Kirchentagshase: "Kirchentag ist für mich die perfekte Verbindung von Sport und Kirche!" - Mara, 16: "Kirchentag ist für mich: Gemeinschaft, Kreativität und viel Zeit füreinander!" |





