Nachrichten

20 Jahre Partnerschaft
Eingestellt am: 09.05.2012

mehr...

alle anzeigen

Spendenprojekte

Eutiner Bibelgesellschaft e.V.

mehr...

Lettisches Tagebuch – 10. bis 12.August 2011

Schlafen, Regen, Koffer packen

Kuldiga| Polisi | Travemünde (mg|vp|rr). - Die letzte Gruppe durfte nach dem Frühstück noch am letzten Tag ins Diakoniezentrum, um die Arbeit dort kennenzulernen. Aber konzeptionell, pädagogisch und emotional so gar nicht passend, zumal die Großwetterlage von unbeständig auf dauerhaft schlecht umschlug.

War ja klar, wir sollten die Zelte wohl nicht trocken eingepackt bekommen.

Der restliche Vormittag wurde intensiv genutzt: Schlafen, schlafen bei Regen, Koffer packen, schlafen, schlafen bei Gewitter, Karten spielen, schlafen, schlafen bei Sturm.

Nach dem Mittagessen nutzten wir eine kurze Trockenphase, damit wenigstens wir trockenen Fußes und Kopfes die feuchten Zelte abbauen- und zusammenpacken konnten.

Beim Hängerbeladen waren unsere Fähigkeiten in 3-D-Tetris gefragt, um alles gut und sicher verstauen zu können.

Die Unmengen gefundener "Rest-Latsmünzen" mussten dem lettischen Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden. Also auf zu "Rimi", einem der wunderbaren Konsumtempel, der den Bedarf an Reiseproviant decken konnte. Auf dem Weg wurden noch beide Busse betankt, so waren wir theoretisch bereit zur Abfahrt.

Letztes Mahl in der Blockhütte – weinender Himmel zum Abschied

Das Wetter machte es notwendig, dass wir uns alle zur letzten Mahlzeit in die Blockhütte quetschen mussten.

Bereits am Vormittag konnten wir erleben, dass mit viel Liebe, Sorgfalt und Einsatz dieses Essen ("Knühnchen" = Knoblauch-Hühnchen) vorbereitet wurde. Leider blieb es uns verwehrt, dieses in vollen Zügen zu genießen.

Nach dem Abendessen setzte die intensive Phase des Abschiednehmens ein.

In großer Runde sollten nun alle jedem und jeder etwas Nettes aufschreiben, gegenseitig wurden Postkarten verfasst, die nach einer Frist von einer Woche als Erinnerung an die tolle Zeit verschickt werden.

Der tatsächliche Abschied verlief nach dem letztmaligen Singen des Schlafliedes (Guli guli) recht hektisch: Im strömenden Regen musste schnell der Anhänger angekoppelt werden. Die Letten scheuten den Regen nicht und standen draußen und winkten, als wir schon in unseren Bussen saßen und hupend langsam auf den Sandweg das Blockhaus, den See und das schöne Gelände hinter uns ließen. Ja, sie rannten uns sogar hinterher!

Die lange Strecke nach Liepaja fiel uns wegen des Regens, der Straßenverhältnisse und der Traurigkeit recht schwer und war dadurch besonders anstrengend.

Nach problemlosem Einchecken und Einparken auf der Fähre, schliefen alle schon lange in ihren Kabinen, bevor das Schiff ablegte...

Kabinenschlaf und Rückblick bei stürmischer See

Noch bevor die Fähre am 11. August um 4.00 Uhr morgens ablegte, schliefen schon alle in ihren Kabinen, einige hatten allerdings bei stürmischer See keine so gute Nacht. Meistens traf sich die Gruppe nur zum Essen. Ansonsten wurde der Schlaf aufgeholt, der in den letzten Tagen doch etwas gefehlt hatte.

Vor dem Abendessen traf sich die ganze Gruppe noch einmal, um in einem Feedback die Tage in Lettland Revue passieren zu lassen. Es war ein sehr intensives und schönes Gespräch, geprägt von gutem Gespür und intensiver Reflexion dieser Tage. Abends wurde noch in großer Runde ein bisschen gespielt, ehe all dann wieder früh die Betten in den Kabinen aufsuchten.

Die Heimat grüßt – nach einer unvergesslichen Reise

Pünktlich um 7.30 Uhr kamen wir am 12. August, nach dem letzten Frühstück an Bord in Travemünde an. Wir genossen an Deck die Einfahrt vorbei an der "Passat" und der Vorderreihe bis zum Skandinavienkai. Da wir zügig mit den Bussen die Fähre verlassen konnten, mussten auch die Eltern, die am Hafenhaus das Einlaufen des Schiffes beobachtet hatten, nicht so lange warten.

Mit dem Ausladen der Materialien in Stockelsdorf, Ratekau und Eutin ging dann auch für uns als "Expeditionsteam" diese schöne Fahrt zu Ende.

Ein herzlicher Dank geht an die Gruppe der Jugendlichen, mit der wir viel Freude hatten und durch die diese Fahrt mit vielen unvergesslichen Erlebnissen verbunden bleiben wird.

Maren Griephan, Roman Röpstorff und Volker Prahl