SCHLIESSEN

Suche

Kerze
Kerze © Michael Franke

Spiritualität im Kirchenkreis Ostholstein

Stille - Meditation - Herzensgebet

Pastor Michael Franke
Pastor Michael Franke

Immerfort empfange ich mich aus deiner Hand. 

Das ist meine Wahrheit und meine Freude.

Immerfort blickt mich dein Auge an.

Und ich lebe aus deinem Blick,

Du, mein Schöpfer und mein Heil.

Lehre mich, in der Stille deiner Gegenwart

das Geheimnis zu verstehen, das ich bin

und das ich bin durch dich

und von dir und für dich.

                                             Romano Guardini

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Stille,

unsere Meditationsabende vor Ort in Präsenz finden wieder regelmäßig statt:

 

Stockelsdorf, Gemeindehaus Lohstraße 146: 

20. September, 18. Oktober, 15. November und 20. Dezember 2021,

jeweils von 19:00 bis ca. 20:00 Uhr

 

Lensahn, St. Katharinenkirche: (statt bisher Kloster Cismar)  

6. September, 4. Oktober, 1. November, 6. Dezember 2021,

jeweils von 19:00 bis ca. 20:00 Uhr

 

Für alle Treffen vor Ort gilt die "3-G-Regel", also bitte Nachweise mitbringen, ebenso Maske zum Rein- und rausgehen, am Platz können wir sie abnehmen. Die Kontaktdaten werden jeweils erfasst.

Wer neu hinzukommen möchte, ist herzlich willkommen. Wir sitzen 2 × 20 Minuten in der Stille, wovon die ersten 20 Minuten angeleitet werden und somit auch als Einführung hilfreich sind.

Leider können in diesem Jahr die Samstage im Kloster Cismar aufgrund der dortigen Sanierungsarbeiten noch nicht stattfinden. Ich hoffe auf nächstes Jahr und freue mich sehr, Sie und euch bald an unseren Montagabenden wieder zu sehen!

Mit herzlichen Grüßen, 

 

Michael Franke

  

 

Download der Gebets-Sammlung >>>

Hier geht es zur Audiodatei "Meditationsanleitung - Erde Körper Atem" >>>

Hier geht es zur Audiodatei "Meditationsanleitung - In Gott sein" >>>

Download "Kontemplation - einfach anfangen" >>>


Erster Schritt „Sich erden“
„Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden.“ Gen 2,15
Suche dir einen Ort, an dem du gut verweilen kannst. Wenn es passt, zünde eine Kerze an. Setze dich hin, aufrecht und wenn möglich am Boden, aber so, dass es bequem ist. Im Zweifelsfall lieber auf einem Stuhl mit Füßen am Boden. Spüre in diese Verbindung zum Boden hinein und verweile darin. Nimm dir Zeit. Lass dich erden. Schlage wurzeln.

Zweiter Schritt „Mein Leib – Tempel des Heiligen Geistes“
„Wenn du aber betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir`s vergelten.“ MT 6,6
Dieses Kämmerlein erschließt sich uns, wenn wir in unseren Körper, dem sakralen Raum in uns, hineinlauschen. Die Mystiker sprechen vom „Inneren Raum des Geistes“ (Meister Eckhart) oder der „Seelenburg“ (Theresa von Avila).
Komme vom Verwurzeltsein nun zur Wahrnehmung deines aufrechten Sitzens. Wandere gedanklich die Wirbelsäule bis zum Scheitel aufwärts und erspüre dabei deinen ganzen Leib. Lausche in diesen sakralen Innenraum hinein. Ich empfehle dazu die Augen zu schließen.
„Mein Leib - Tempel des Heiligen Geistes, Gefäß göttlichen Bewusstseins.“ (vgl. 1.Kor.6,19f)


Dritter Schritt „Es atmet in mir“
„Da machte Gott der Herr den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so war der Mensch ein lebendiges Wesen.“ Gen 2,7.
Gehe über zur Wahrnehmung deines Atems. Ströme innerlich mit der Atemluft durch deinen ganzen Körper, und lasse dieses Strömen in der Vorstellung nach und nach auch über den physischen Atemstrom hinaus in Arme und Beine fließen, so gut es geht. Ändere nicht den Rhythmus oder die Tiefe deines Atems, nehme ihn wahr, wie er ist. Nicht ich atme, sondern es atmet in mir. Gottes Atem atmet in mir. Sein Ausatmen ist mein Einatmen. „Ich in dir – du in mir“ können wir mit dem Atemfluss innerlich sagen.

Vierter Schritt: „Das Jesusgebet“
„Ich bin das Licht der Welt. Wenn wir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Joh 8,12
Die Wiederholung des Namens „Jesu“ verbunden mit dem Fluss des Ein- und Ausatmens hilft uns nicht nur in dieser Stille zu verweilen, ja es führt uns direkt in den Herzensgrund, in das „Kämmerlein“, wo Gott, der Vater im Verborgenen sieht. Die aufmerksame Wiederholung des Namens „Jesu“ oder „Jesus“ oder „Jesus Christus“ verteilt auf den Atem gibt uns Halt im manchmal „dunklen Dschungel“ des inneren Unterwegsseins. Die Gegenwart Jesu erfahren wir hierbei nicht als seine geschichtliche oder im Geiste vorgestellte Person von außen, sondern als sein heilvolles Entgegenscheinen aus den tiefsten Schichten unseres Seins.


Pastor Michael Franke

Beauftragter für Spiritualität im Kirchenkreis Ostholstein

 

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------