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Strandpastorin

„Atempause am Meer“ mit Gottesdienstpreis 2019 der Karl Bernhard Ritter Stiftung ausgezeichnet

23.04.2019 | Eutin. Seit Sommer 2017 gibt es an drei Orten in der Lübecker Bucht “Atempausen am Meer”, vor allem für Urlaubsgäste. Eine Jury der Karl-Bernhard-Ritter Stiftung hat diese speziellen Andachten jetzt mit dem
Gottesdienstpreis 2019 für Meditative Gottesdienste ausgezeichnet, wie die Stiftung am Donnerstag (18. April) mitteilte. Der Kirchenkreis Ostholstein teilt sich den mit 2500 Euro dotierten Preis mit einer spirituellen Kirchenführung in einem Zisterzienserinnenkloster in Gnadental bei Schwäbisch-Gmünd.

Propst Peter Barz zeigte sich hocherfreut: „Wir als Kirche müssen immer wieder neue Wege finden, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Wie wunderbar ist es da, wenn wir die Menschen in ihrem Urlaub erreichen und sie auch spirituell ansprechen können“, sagte er. Es sei deutlich zu merken, dass es einen großen Bedarf an solchen Angeboten bei den Menschen gebe. „Sie lassen sich gerne darauf ein,zur Ruhe zu kommen und darauf, etwas über den Glauben zu erfahren“, so Barz.

Strandpastorin Katharina Gralla, die die Andachten mit ihrem Team organisiert, erklärte: “So ein bundesweiter Preis ist natürlich eine feine Sache. Das stärkt und ermutigt alle, die im Sommer mit dem Evangelium dorthin gehen, wo die Menschen sind: an die frische Luft, untern weiten Himmel mit Blick auf’s Meer”, so Gralla.

Sie feiert die Abendandachten im Juli und August auf den Seebrücken von Sierksdorf, Scharbeutz und Niendorf. Urlauber auf dem Weg vom Strand setzen sich einfach dazu. Ein Holzkreuz und der Talar der Pastorin machen deutlich, dass hier ein Gottesdienst gefeiert wird. Gemeinsam schauen die Menschen auf das Wasser, den Himmel und den Sonnenuntergang. Dazu gibt es Anstöße zu Grundfragen des Lebens, ein wenig Musik, einen Psalm und einen kleinen Text. Es wird geschwiegen, damit die Anwesenden auf ihr Inneres hören können. Zum Abschluss wird jeweils das Vaterunser gebetet. Mit einem Segen werden die Menschen dann in den Abend entlassen.

Die Jury würdigte die Niedrigschwelligkeit der Angebote. “Sie setzen keine Kirchlichkeit voraus, sondern sprechen die Sehnsucht nach Gott oder nach Transzendenz an”, heißt es in der Begründung. Das Angebot bewege sich zwischen touristischen und geistlichen Motiven, sei aber “gleichwohl erkennbar christlich”. Elemente der Tradition würden sich unaufdringlich und klar erschließen. “Gelungene meditative Gottesdienste kommen mit wenigen, aber intensiven Elementen aus. Sie verzichten auf jedes ‘zu viel’ und öffnen stattdessen einen Resonanzraum durch einfache, inhaltlich treffende Sprache, durch zum Ort passende Gesänge und Musik, durch elementare köperliche Vollzüge. Auch für andere Ort und Gelegenheiten kann man von beiden Modellen lernen”, heißt es in
einer Mittelteilung der Stiftung.

Ort und Zeit der Preisübergabe stehen noch nicht fest.

Atempause am Meer
Atempause am Meer