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Kirchenkreis-Synode

Präses und Kirchenkreisrat neu gewählt

25.02.2018 | Eutin. Die Synode des Kirchenkreises Ostholstein hat bei ihrer konstituierenden Sitzung am vergangenen Samstag (24. Februar) in den Eutiner Schlossterrassen Dr. Peter Wendt (70) ohne Gegenstimmen (bei 3 Enthaltungen) als Präses wiedergewählt. Für den früheren Lehrer und Schulleiter, der mit seiner Frau in Pansdorf lebt, ist es die zweite Amtszeit. Zu seinen Vertretern wurden Hans Kilian, Pastor aus Stockelsdorf und seit 30 Jahren Synodaler, sowie Angelika Zimmer vom evangelischen Kindergarten in Heiligenhafen bestimmt.

Der neu gewählte Kirchenkreisrat
Der neu gewählte Kirchenkreisrat

Darüber hinaus wählten die Synodalen unter anderem den elfköpfigen Kirchenkreisrat neu, das wichtigste Beratungsgremium, das die Gesamtheit der Kirchengemeinden sowie die Dienste und Werke innerhalb des Kirchenkreises repräsentiert. In diesem paritätisch besetzten Gremium sind für die Propstei Eutin künftig Maren Griephan, Volker Hein, Renate Kastenbauer, Thomas Christian Meyer, Martin Nevermann und Antje Storm vertreten. Für die Propstei Oldenburg wurden Margarethe Heydebreck, Silke Prüßing-Peters, Sabine Siems, Sascha Schittko und Tim Voß gewählt.

Zu Beginn des Tages hatten die Pröpste Peter Barz (Eutin) und Dirk Süssenbach (Neustadt) in einem Gottesdienst in St. Michaelis 55 der gewählten 66 Synodalen – es gab zahlreiche Absagen wegen Krankheit – auf ihre neue Aufgabe verpflichtet. Gemeinsam sprachen sie das kirchliche Gelöbnis, in dem es heißt:

„Ich bin bereit, gemäß der Verfassung Verantwortung zu übernehmen für den Gottesdienst, für die diakonischen und missionarischen Aufgaben sowie für Lehre, Leben und Ordnung der Kirche.“ Per Handschlag und Segenswort der Pröpste wurde diese Verpflichtung feierlich in Kraft gesetzt.

Eutins Bürgermeister Carsten Behnk nahm später in seinem Grußwort auf den Festgottesdienst Bezug. Sein Eindruck: „Die Kirche in Ostholstein ist mittendrin und sie ist bei den Menschen.“ Dies sei nicht nur eine Vision, sondern „gelebte Wirklichkeit“, so Behnk. Mit Blick auf die anstehende Sanierung der Schlossterrassen wünsche er sich „das ein oder andere Gebet“ für erfolgreiche und zügige Baumaßnahmen. Für seinen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag, künftig vor jeder Stadtvertretersitzung ebenfalls einen Gottesdienst zu feiern, erntete er den durchaus ernst gemeinten Applaus der Synodalen.

Grüße des Landrats und des Kreispräsidenten überbrachte die 2. stellvertretende Kreispräsidentin Waltraud Grothkopp (CDU). In ihrem Grußwort verwies sie auf die vielfältige Verbundenheit von Kirchenkreis und kommunalem Kreis. Es seien dieselben Menschen, für die Kirche und Verwaltung zuständig seien. Die „religiöse Grundversorgung“ sei neben der materiellen Fürsorge in einem immer schwieriger werdenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld „nötiger denn je“, so Grothkopp.

Im von Propst Süssenbach verlesenen Grußwort des für den Sprengel Schleswig und Holstein zuständigen Bischofs Gothart Magaard, schrieb dieser: „Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam an einer Kirche bauen, die Menschen einladend empfängt und die ihnen Zeit und Raum anbietet, vor Gott zu treten, zur Ruhe zu kommen, Hilfreiches zu erfahren und so gestärkt zu neuem Leben zu finden.“

Den ganzen Tag über waren die Synodalen mit Wahlen beschäftigt. Neben einigen Stellvertreterposten galt es vor allem noch die sieben Mitglieder des Finanzausschusses sowie die Zusammensetzung des Bauplanungsausschuss, des Diakonieausschusses und des Ausschusses für Mission, Ökumene und Gerechtigkeit neu zu bestimmen.