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Kirchengemeinde Altenkrempe

Trauer um Pastor Torsten Marienhagen

11.06.2019 | Altenkrempe/Neustadt. Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Ostholstein und die Kirchengemeinde Altenkrempe trauern um ihren Pastor Torsten Marienhagen. Er verstarb am 5. Juni an den Folgen einer jahrelangen Krebserkrankung.

Trauer um Torsten Marienhagen
Trauer um Torsten Marienhagen

Erst vor wenigen Wochen hatte er sich einer neuerlichen Operation unterziehen müssen. Der Pastor wurde nur 55 Jahre alt.

„Pastor Marienhagen hat in den zehn Jahren seines Wirkens in Altenkrempe fast vergessen lassen, dass er unter starken gesundheitlichen Einschränkungen seinen Dienst tat.“ Trotz seiner stimmlichen Einschränkungen hätten viele gedacht, der Pastor habe seine Erkrankung überwunden, sagte Propst Dirk Süssenbach.

Die Nachricht vom Tode Marienhagens habe ihn sehr überrascht. „Ich habe großen Respekt für die überaus pflichtbewusste Art und Weise, wie er seinen Dienst tat. Dass Torsten Marienhagen jetzt in so jungen Jahren verstarb, sei Mahnung, „wie kostbar jeder Tag unseres Lebens ist“, so Süssenbach. Und weiter: „Tief beeindruckt hat mich, mit welcher Gewissheit er über das Leben nach dem Tode gesprochen hat. Ich weiß, dass er in der Nähe des Todes eine besondere Erfahrung der Nähe Gottes erleben durfte.“

„Wir sind bestürzt, dass unser Pastor viel zu früh von uns gegangen ist“, erklärte auch Torsten Vogler, Vorsitzender des Kirchengemeinderats von Altenkrempe. Der Pastor habe sich mit besonderes großem Engagement für die Kinder- und Jugendarbeit engagiert und hinterlasse eine sehr große Lücke, so Vogler.
Der gebürtige Hamburger Torsten Marienhagen hatte sein Theologiestudium in Göttingen, Heidelberg und in der Hansestadt absolviert. Sein Vikariat absolvierte er in Pinneberg und legte 1996 in Hamburg sein zweites theologische Examen ab. Zwei Jahre später wagte Torsten Marienhagen den Aufbruch nach Südafrika, wo er zum Pastor des Gemeindeverbands von Stutterheim und Queenstown in der dortigen Evangelisch-Lutherischen Kirche ordiniert wurde. Zehn Jahre blieb er am Kap; Sein Herz schlug auch weiter für das Land, als er sich 2008 auf die vakante Pastorenstelle in Altenkrempe bewarb, wo er im März 2009 seinen Dienst antrat und bis zuletzt tätig war.