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Frauen schreiben Reformationsgeschichte

Vortrag über Johanna Eleonora Petersen

28.10.2016 | Dr. Ruth Albrecht spricht am 4. November in Eutin über die Pietistin und Schriftstellerin, die sich insbesondere dafür einsetzte, dass Frauen bei theologischen Fragen mitreden dürfen.

Johanna Eleonora Petersen (1644-1724)
Johanna Eleonora Petersen (1644-1724)

Eutin. Um eine prägende Vertreterinnen des frühen Pietismus, die sich über kirchliche und gesellschaftliche Normen ihrer Zeit hinwegsetzte, geht es bei einem Vortrag am Freitag, 4. November: Johanna Eleonora Petersen (1644-1724) lebte von 1680 bis 1688 mit ihrem Ehemann, dem Superintendenten Johann Wilhelm Petersen, in Eutin, wo sie ihre radikalen pietistischen Überzeugungen weiterentwickelte. Sie kämpfte vor allem um das Recht für Frauen, sich zu theologischen Fragen zu Wort zu melden und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Referentin Dr. Ruth Albrecht aus Hamburg hat ihr bislang von der Forschung wenig beachtetes theologisches Werk untersucht und erzählt unter dem Titel "Die Gnade und Gabe GOttes in einer Weibes=Person nicht dampffen" vom Leben und Wirken der Schriftstellerin.

Der Vortrag beginnt um 17 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Schlossstraße 2, in Eutin. Er gehört zum Begleitprogramm, das das Frauenwerk des Kirchenkreises Ostholstein zur Wanderausstellung der Frauenarbeit in der Nordkirche zusammengestellt hat. Die Ausstellung mit dem Titel "... von gar nicht abschätzbarer Bedeutung. Frauen schreiben Reformationsgeschichte" ist noch bis zum 13. November in Ostholstein zu Gast. Sie zeigt im ZeiTTor-Museum in Neustadt Biografien von Frauen aus Ostholstein und dem Norden, die reformatorisch gewirkt haben.